Rückblick auf die Vorstellungen im Jahr 2006:

Der Meisterlügner

Schwank von Hans Kirchhoff


Der geplagte Familienvater Paul Stein (Wolfgang George) hat einen, wie er meint, einfach genialen Gedanken: Frau und Töchter in Urlaub zu schicken, um zu Hause freie Zeit zu haben - etwa um nach Herzenslust einen zu trinken. Seinen Schwiegersohn Heinz (Harald Winkelblech) begeistert das sofort. Es ist nicht einfach, von der zuerst geplanten gemeinsamen Urlaubsfahrt abzuspringen. So eine geniale Idee rechtfertigt schon eine kleine Notlüge.

Wie das so ist, muss wer einmal lügt dann immer weiterlügen: So muss "Direktor Horn" Vater Stein und Schwiegersohn Heinz plötzlich nach München auf Dienstreise schicken. Der angehende Schwiegersohn Horst (Andreas Wingerter) muss die Schwester spielen. Fingierte Telefonate und Telegramme lassen sich nicht vermeiden. Das alles meistert der Familienvater mit Bravour.

Endlich ist man allein und entkorkt die erste Flasche und schon geschieht Verhängnisvolles: Die Schwiegermutter (Renate Brosam) kommt ins Haus. Die Pseudo-Schwester versagt, die Schlaftabletten werden vertauscht und der eingeladene Trinkkumpan (Gustav Wünschel) entpuppt sich als verschollener Schwiegervater. Der Herr des Hauses wächst im Lügen über sich hinaus.

Als aber Frau (Gisela Müller) und Töchter (Ute Lutz, Michaela Zorzi) unerwartet vom Bahnhof zurückkommen, muss weitergelogen werden, und das ordentlich! Der Schwiegersohn muss die Rolle wechseln und Direktor Horn darstellen. Im Unglück taucht plötzlich der echte Direktor Horn (Bernd Winkelblech) auf. Nun verliert der Meisterlügner die Nerven und gibt auf. Beinahe wäre es zur Familientragödie gekommen. Aber im letzten Augenblick renkt sich alles ein: Auch der verschollene Schwiegervater ist wieder mit seiner früheren Frau vereint.


Regie: Bernd Winkelblech

Frisuren/Maske:
Susi Olles
Christel Coletta

Souffleusen:
Karolina Frankmann
Inge Nievels

 

 










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